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Pájara, reinste Natur

Aus dem Meer tauchte der Vulkan auf und aus dem Vulkan die Insel. Der Wind und das Wasser sorgten für ihr Übriges. Jene enormen Gebilde unterlagen der Erosion. Zurück blieben nur die gewaltigen Klippen des Massivs von Jandía, Betancuría und Cardón. In jahrtausende- langer Arbeit wurden die Berge abgetragen und in Hügel verwandelt, Täler geformt, durch die ge- mächlich das Wasser zum Meer plätscherte, Sand mitsichführend, der sich der gesamten Küste der Gemeinde Pájara entlang ablagerte und dort die größten und schönsten Strände Europas schuf.

                                                                         Nur wenige Orte auf der Welt präsentieren eine solch prunkvolle und einzigartige Natur, wie man sie in unserem weiten Inselterritorium finden kann, das klar durch den Landärmel von La Pared in zwei abgetrennte Zonen unterteilt wird.

 


Der Naturpark von Jandía

Die Jandía-Halbinsel ist ein Traum wild wachsender Natur und zeugt von dem Überlebens- kampf unter den harten Konditionen eines übermäßig trockenen Klimas, das den Großteil des Naturparks von Jandía umfasst. Hier können wir verschiedene Ökosysteme sehen, die sich hinter den organischen Sanddünen („Jable") verbergen. Laufvögel wie die Kragentrappe, angepasste Pflanzen wie die Caparro, Reptilien wie der Gecko und Säugetiere wie der Wanderigel. In dieser Gegend tauchen auch andere berühmte Besucher auf, wie der Fischreiher, Edelreiher, Espátula, der Ibis, der Marabu, etc...
Das ist Jandía, die Küste von Jandía, das Jandía der Dünen und Strände, doch in dem Naturpark liegen noch viel mehr Geheimnisse verborgen. Die Gipfel, mit einer Maximalhöhe von 807 Metern, sind die meiste Zeit des Jahres über in ein Wolkenmeer gehüllt, das wiederum für ein feuchtes Mikroklima sorgt, das den natürlichen Lebensraum für mehr als zwölf einheimische Pflanzenarten geschaffen hat, unter denen die Kanarenwucherblume (Magarza) und die Tajinaste de Jandía hervorstechen. Raubvögel, wie der Mäusebussard, der Leonotfalke, der Primillafalke und einige Nachtvögel, wie die Waldohreule haben in dem Park ihren natürlichen Lebensraum inne. Über den Schluchten kann man darüber hinaus Vögel, wie den Schmutzgeier, der vom Aussterben bedroht ist, beim Kreisen beobachten.


Wissenschaftlich Interessante Orte:
Playa del Matorral

An den Küsten von Sotavento der Jandía-Halbinsel können wir ein weiteres Wunder bestaunen, die Welt der Meeressalinen mit ihren salzbödenliebenden Pflanzengemeinschaften, wie das Greiskraut, die Brusquilla oder die Wilde Johannisbeere und Vögel, die seichte Gewässer bevorzugen. Besondere Erwähnung verdient hier      „ El Saladar de Jandía”, eine Salzsteppe, die als „wissenschaftlich interessanter Ort Playa del Matorral" betitelt wurde.


Naturmonument von Ajuí

Der Besucher kann auch den  geologischen Ursprung der Insel und ihre Evolution kennen- lernen. Fuerteventura ist die älteste Insel der Kanaren; ihre Küste und die Wände ihrer Schluchten, „Barrancos" genannt, vermitteln uns einen authentischen Abriss der Paläontologie. Von den entlegensten unterseeischen Gründen, aufgetaucht durch die Kraft des Magmas, und plutonischen Felsen bis zu neueren Lavaablagerungen: Ajuí ist ein wahres Observatorium, das als ältester Ort der Kanarischen Inseln bezeichnet wird. In diesem seemännischen Dorf befinden sich die gleichnamigen Höhlen, in denen man formschöne Kalkablagerungen, Erdrutsche und vieles mehr bewundern kann.


Naturmonument Montaña Cardón

Man kann nicht von Pájara sprechen, ohne den emblematischen Montaña Cardón zu erwähnen. Der Besucher hat zu diesem Berg, der zum Naturdenkmal erklärt wurde, über eine schmale Schneise zutritt, die von dem Dorf Cardón ausgeht, und entlang der westlichen Seite des Berges verläuft. Auch hier finden wir endemische Arten der Flora und Fauna Fuerteventuras vor.


 

Ruralpark von Betancuría

Dieses Naturschutzgebiet schuf man mit der Absicht, den natürlichen Charakter des Bergmassivs von Betancuría zu schützen, und die ländliche Lebensform der Dörfer zu erhalten, die der Park mit einschließt. Dieses Naturschutzgebiet unterteilt sich in fünf Gemeinden, wobei die von Pájara etwa 20% der Gesamtfläche einnimmt. In geologischer Hinsicht liegt seine Bedeutung in der Tatsache, dass sich hier die ältesten Materialien der Kanaren befinden, sowie eine außergewöhnliche Morphologie, mit charakteristischen U-förmigen Tälern und einem steilen Inselrelief, das stark durch das Wirken von Wind und Wasser geprägt wurde. Bezüglich seiner Fauna besitzt er eine der reichsten Repräsentationen des Archipels, vor allem was Vögel mit großer Flügelspannweite anbelangt. In den Schluchten nisten mehrere Schmutzgeierpaare. An den Küsten nisten Fischadler und man trifft dort auch auf Sturmtaucher-Kolonien, die sich von dem ernähren, was das Meer zu bieten hat.


Natursymbole

Zwei der repräsentativsten Endemiten der Gemeinde von Pájara, eine Pflanze und ein Tier, haben sich in Inselsymbole verwandelt. Das pflanzliche Symbol ist die Jandíawolfsmilch (Euphorbia Handiense) und das tierhafte Symbol ist die Kragentrappe; beide stehen unter Naturschutz.

 

Lieber Besucher, wir möchten Sie dazu einladen, die Wege und Strände der Insel Fuerteventura zu durchwandern, ganz besonders die der Gemeinde Pájara, wo Sie mit Sicherheit viele interessante Sachen sehen werden.

Bitte denken Sie immer daran, daß in jedem Naturschutzgebiet folgende Verbote gelten:

  • Feuermachen und Abfälle liegen lassen, außerhalb der dafür vorgesehenen Bereiche.
  • Das Verfolgen, Jagen und Fangen von Tieren, die nicht zu den autorisierten Arten gehören.
  • Das Sammeln, Abreißen oder Abschneiden von biologischem Material, das zu den Pflanzenarten gehört, die in dem Katalog für bedrohte Arten aufgeführt sind.
  • Geräusche zu machen, die die Ruhe von Tieren stören könnten.
  • Das Aufhängen von Schildern, Plakaten sowie jegliche Art von kommerzieller Reklame innerhalb der Naturschutzzone.
  • Die Veränderung oder Zerstörung von Hinweisschildern des Naturschutzgebietes.
  • Campen und die Benutzung von Fahrzeugen außerhalb der autorisierten Zonen, die die Integrität der natürlichen Umgebung beschädigen könnten.
  • Die Einführung nicht einheimischer Arten, wilder Tiere und Pflanzen.
  • Jede Handlungsweise, die den Absichten des naturgeschützten Gebietes zuwiderläuft.
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